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ARA: Sammlung auf gleichbleibend hohem Niveau 07. Mai 2010 von: Redaktion Recycling Technology
Wien - Die ARA Altstoff Recycling Austria AG, Österreichs größtes Verpackungssammelsystem, gibt Entwarnung. Die Wirtschaftskrise konnte der Sammelleistung der Österreicherinnen und Österreicher nichts anhaben. Insgesamt blieb die Erfassungsmenge im Haushalts- und Gewerbebereich mit 824.000 t auf gleichbleibend hohem Niveau wie 2008 (823.000 t). Während Kunststoffverpackungen mit +1,3 % und Altglas mit +1,2 % leicht im Plus lagen, verzeichnete die ARA bei Altpapier mit -1,6 % einen leichten Rückgang. Dieser betraf jedoch weniger den Verpackungsbereich, sondern hauptsächlich Werbematerialien, Zeitungen und Druckpapiere. „Dass in der größten Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit die heimischen Unternehmen und die Bevölkerung keine Qualitätseinbußen beim Sammelsystem hinnehmen mussten, ist alles andere als selbstverständlich“, weist ARA-Vorstand Dr. Christoph Scharff auf den Erhalt der Entsorgungssicherheit hin. „In anderen Ländern führten die schwierigen Rahmenbedingungen zu massiven Leistungseinschränkungen, insbesondere im Bereich der haushaltsnahen Sammlung.“ Ein Blick auf die konsumentennahe Erfassung unterstreicht, dass die getrennte Verpackungssammlung von den Österreichern weiterhin sehr gut angenommen wird. Hier gab es im Jahr 2009 mit 450.000 t sogar ein Plus von 0,9 % (2008: 446.000 t). 824.000 Tonnen erfasst Entsorgungssicherheit gewährleistet. Mit 147,5 kg je Einwohner an Verpackungen und Altpapier aus Haushalten bewiesen die Vorarlberger, dass sie zu Recht als die Sammelkaiser Österreichs gelten. Im Bundesdurchschnitt lag die Pro-Kopf-Sammelmenge in der Haushaltssammlung 2009 bei 116,6 kg. Von den 824.000 t Gesamtmenge wurden 2009 774.000 t wiederverwertet. 86 % davon wurden einer stofflichen Verwertung zugeführt. Der übrige Teil wurde als Ersatzbrennstoff energetisch verwertet. Die Differenz zur Erfassungsmenge ergibt sich aus planmäßig erfassten Getränkeverbundkartons, mitgesammelten Nicht-Verpackungen und Müll. Als Markt- und Innovationsführer investiert die ARA laufend in die Optimierung des Sammelsystems. Allein im Jahr 2009 wurden mehr als 10.000 Änderungen an Sammelbehältern, Standorten oder Abfuhrfrequenzen vorgenommen, um die getrennte Verpackungssammlung so bequem wie möglich zu gestalten. Das ARA System stellt der Bevölkerung über 1.400.000 Sammelbehälter zur Verfügung. Darüber hinaus sind 1.433.000 Haushalte an die Sacksammlung für Leichtverpackungen angeschlossen. Vorarlberger mit 147,5 kg Sammelkaiser Verwertung zu 86 % stofflich 10.000 Umstellungen des Sammelsystems „Wirtschaftlich war der Jahresbeginn 2009 von einer Implosion der Rohstoffpreise auf den Weltmärkten gekennzeichnet. Die gesamte Abfallwirtschaft war bei Sekundärrohstoffen von massiven Preiseinbrüchen von bis zu 90 % betroffen. Vereinzelt musste für die Verwertung sogar zugezahlt werden. Durch den Wegfall der Verwertungserlöse waren wir gezwungen, trotz eines Einsparungsprogrammes von mehr als 10 Millionen Euro die Tarife anzuheben, was von der Wirtschaft aber verstanden und akzeptiert wurde“, beschreibt ARA-Vorstand Werner Knausz das wirtschaftliche Umfeld. Trotz dieser schwierigen Rahmenbedingungen konnten die Lizenzmengen um +0,3 % gesteigert werden. Im Bereich des Privatkonsums sind die Mengen sogar um 1,2 % gestiegen; in Gewerbe und Industrie um 1,6 % gesunken. Die Anpassung der Tarife führte zu einer Erhöhung der Lizenzeinnahmen von 141,2 Mio. € auf 161,2 Mio. €. Durch diese Mehreinnahmen waren die Erlösrückgänge auf den Altstoffmärkten gedeckt. Dazu Knausz weiter: „Die schwierige Bewährungsprobe 2009 haben wir gut gemeistert: einerseits durch den Rückhalt unserer Kunden und Eigentümer. Auf der anderen Seite haben wir die Entsorgungssicherheit aufrecht erhalten und mögliche Ausfälle der Sammlung und Verwertung erfolgreich vermieden.“ „Auch 2010 werden uns die Altstoffmärkte weiter beschäftigen. Derzeit ist zwar eine Erholung bei einzelnen Packstoffen spürbar, die Frage der Nachhaltigkeit dieser Erholung bleibt aber bisher unbeantwortet. Bei Altpapier und Aluminium haben wir bereits das Niveau vor der Krise wieder erreicht. Bei Kunststoffen und insbesondere bei Ferrometallen präsentiert sich der Markt schwächer.“ Die Akquisitionstätigkeit der ARA führte zu über 1.000 neuen Vertragsabschlüssen. Mit 15.135 Kunden zum 31.12.2009 ist die ARA auch weiterhin das mit Abstand größte Verpackungssammelsystem Österreichs. Im Haushaltsbereich deckt sie 91 % des Marktes ab. Im hart umkämpften Gewerbebereich kommt die ARA auf einen Marktanteil von 55 %. 1.000 Neukunden – Marktführerschaft bestätigt Für 2010 rechnet die ARA mit Lizenzeinnahmen von ca. 173 Millionen Euro. Knausz: „In unseren Berechnungen müssen wir auch immer die Konjunkturentwicklung einkalkulieren. In unsicheren Zeiten und mit langem Planungshorizont wird dies zunehmend anspruchsvoller.“ „Doch für die nächste Tarifkalkulation ist weitaus spannender, wie sich die Altstoffmärkte weiter entwickeln werden. Wir beobachten das tagtäglich und hoffen, dass sich bald eine nachhaltige Besserung diagnostizieren lässt. Eine solche fände natürlich auch Niederschlag in unseren Tarifkalkulationen für 2011. Erholen sich die Altstoffmärkte noch weiter, werden wir selbstverständlich auch unsere Tarife senken.“ Bildquelle: ARA
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