Erema bereitet stark bedruckte Kunststoffabfälle auf

Die TVEplus von Erema

Ansfelden - Die neue TVEplus der Erema GmbH ermöglicht das effiziente Recycling von stark bedruckten und verschmutzten Kunststoffabfällen zu hochwertigem Re-Granulat. Sie ist eine gezielte Weiterentwicklung der TVE.

Deren patentiertes Grundkonzept mit robustem Einschneckenextruder und dem vollautomatischem Siebwechsler vor der Hochleistungsentgasung wurde nach Angaben des Herstellers beibehalten. Allerdings konnte durch konstruktive und verfahrenstechnische Maßnahmen die Entgasungsleistung des TVE-Systems gesteigert werden.

Die TVEplus eignet sich somit besser zum Aufbereiten schwierig zu verarbeitender Kunststoffabfälle als das Vorgänger-Modell. Die Anordnung des vollautomatischen Schmelzefilters vor der Entgasungsvorrichtung bringt Erema zufolge gerade beim Recycling von stark bedruckten Kunststoffen immense Vorteile bezüglich Granulatqualität. So können bei der TVEplus Verunreinigungen, die bei konventionellen Entgasungsextrudern auch nach der Entgasungszone noch zur Gasbildung neigen, bereits vorher herausgefiltert werden.

Eine Beeinträchtigung der Entgasungswirkung durch Druckspitzen bei Siebverstopfung auf Grund größerer Schmutzanteile ist konstruktionsbedingt ausgeschlossen. Dadurch verursachter Schmelze-Austritt an den Entgasungsöffnungen des Extruders ist ebenso kein Thema. Die TVEplus verfügt außerdem über eine so genannte Rückwärtsentgasung in Richtung Extrudereinzug. Diese Rückwärtsentgasung, gepaart mit der Hochleistungsentgasung nach dem Schmelzefilter, ermöglicht die Verarbeitung von sehr stark bedruckten und verschmutzten Kunststoffen zu hochwertigem Re-Granulat.

Problematische Verunreinigungen in der Schmelze seien beispielsweise Farbpartikel von besonders intensiven Folien- oder Verpackungsaufdrucken. Herkömmliche Entgasungsextruder stoßen hier rasch an die Grenzen ihrer technischen Möglichkeiten. Deren Re-Granulat neigt bei derart schwierigem Eingangsmaterial zu Blasenbildung im Endprodukt. In der Folienproduktion kann es dadurch sogar zu Folienabrissen kommen.

Das TVEplus Kunststoffrecycling-System ist in abgestuften Baugrößen für 250 bis rund 2.500 kg/h verfügbar. Die Beschickung erfolgt automatisch – entweder mittels Rolleneinzug für Folien oder über ein Aufgabeförderband für loses Material. Die zugeführten Kunststoffabfälle werden im Schneidverdichter durch rotierende Schneidwerkzeuge zerkleinert und gut durchmischt. Durch die dabei entstandene Reibungswärme kommt es außerdem zu Trocknung und Vorverdichtung, bevor das Aufgabegut dem direkt angekuppeltem Extruder zugeführt wird.

Bild-Quelle: 
Erema